Festliches Konzert 2003
Programm - Miwirkende - Komponisten - Presse
Hörprobe aus Life-Mitschnitt - Sonntag, 5. Januar 2003 - Pfarrkirche Lüftelberg
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Programm
I. Antonio Vivaldi (1678-1741)
Gloria D-Dur RV 589 für Soli, Chor und Orchester
- Chor: Gloria in excelsis
- Chor: Et in terra pax
- Duett (Sopran, Alt): Laudamus te
- Chor: Gratias agimus tibi
- Chor: Propter magnam gloriam tuam
- Arie (Sopran): Domine Deus
- Chor: Domine Fili unigenite
- Solo (Alt, Chor): Domine Deus, Agnus Dei
- Chor: Qui tollis peccata mundi
- Arie (Alt): Qui sedes ad dexteram Patris
- Chor:Quoniam tu solus sanctus
- Chor: Cum Sancto Spiritu
II. Tomaso Albinoni (1671-1751)
Konzert B-Dur op. 7, 3
für Trompete, Streicher und Basso Contino
Allegro - Adagio - Allegro
III. Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Der Messias (dritter Teil)
für Soli, Chor und Orchester
Sinfony (erster Teil)
Arie (Sopran): Ich weiß, dass mein Erlöser lebet
Chor: Wie durch Einen der Tod
Accompagnato (Bass): Vernehmt, ich künd ein Geheimnis an
Arie (Bass): Sie schallt, die Posaun
Rezitativ (Alt): Dann wird erfüllt was da geschrieben stehet
Duett (Alt, Tenor): O Tod, wo ist dein Stachel
Chor: Drum Dank sei dir Gott
Arie (Sopran): Wenn Gott ist für uns
Chor: Würdig ist das Lamm, das da starb
Chor: Amen.
Mitwirkende:
- Gela Birckenstaedt, Sopran;
- Carmen Schüller, Alt;
- Volker Henkel, Tenor;
- Mark Morouse, Bass;
- Helmut Martini, Trompete;
- Katrin Jones, Oboe
- Günter Schürmann, Orgel;
- Mitglieder des Orchesters der Beethovenhalle Bonn
- Gesangverein 1865 Lüftelberg
Leitung:
Engelbert Hennes
Komponisten
Antonio Vivaldi (1678-1741)
Vivaldis „Gloria“ wurde nicht als Teil einer größeren Meßvertonung, sondern als selbständige Komposition konzipiert. Es handelt sich dabei um ein umfangreiches, zyklisch angelegtes Werk, das aus zwölf in sich abgeschlossenen Sätzen besteht. Stilistisch kommt das Gloria der konzertanten Messe nahe. Die Ecksätze und das Quoniam erhalten durch Oboen und Trompeten einen festlichen Glanz, während die anderen Sätze solistisch oder chorisch in den Vokalpartien besetzt von Streichern mit Basso continuo (Orgel) begleitet werden. Eine Ausnahme bildet das im Zentrum der Komposition stehende Domine Deus mit seiner kammermusikalischen Solobesetzung (Sopran, Oboe, Basso continuo). Das gesamte Werk kann hinsichtlich seines Aufbaus, seiner Tonartenfolge, vor allem aber seiner kontrastreichen und affektgebundene Kompositionsweise als ein Musterbeispiel für die Verbindung von altem und neuem Stil gelten. Das Gloria steht den instrumentalen Werken Vivaldis ebenso nahe wie dessen dramatischen Kompositionen.
Tomaso Albinoni (1671-1751)
Als »dilettante veneto‘ bezeichnete sich Albinoni auf seinen ersten gedruckten Kompositionen. Das bedeutet keine übertriebene Bescheidenheit was die Qualität seiner Kompositionen angeht, sondern es betrifft lediglich die Tatsache, daß sich der 1671 geborene Spross einer wohlhabenden venezianischen Familie zunächst nicht dem Stand der Berufsmusiker zurechnete, was sich allerdings später änderte. Wie Gabrielli studierte auch Albinoni Komposition bei Legrenzi. 1750 starb er in seiner Heimatstadt, die er nur selten verlassen hatte.
Tomaso Albinoni gehört neben Vivaldi und Marcello zu den italienischen Komponisten, die Johann Sebastian Bach besonders schätzte.
Das Trompetenkonzert in B-Dur Opus 7 Nr. 3, gehört zu einer Sammlung von zwölf Konzerten, darunter vier für Oboe, die 1710 in Amsterdam erschienen sind. Formal greift es beliebte Elemente des barocken Instrumentalkonzerts auf: Der erste Satz wirkt durch das aufwärts gerichtete Thema der Trompete, das nach neun Takten einsetzt, strahlend und spielerisch zugleich. Durch lang ausgehaltene Töne verleiht Albinoni dem zweiten Satz lyrische Gesanglichkeit, und das abschließende Allegro verbreitet tänzerische Munterkeit im 6/8-Takt.
Georg F. Händel (1685-1759)
Der Messias, den Händel 1741 in der unglaublich kurzen Zeit von nur 24 Tagen schrieb, ist, sowohl was den Text als auch was die Musik betrifft, ein sehr persönliches Werk, das im Gegensatz zu anderen großen Oratorien der Musikgeschichte die Gefühle und Gedanken eines Einzelnen ausdrückt. Es gibt keine Handlung im Messias, sondern nur Reflektionen auf das Leben, den Tod und die Auferstehung Jesu. Der dritte Teil thematisiert das ewige Leben. Von großer Intensität ist das Accompagnato „Vernehmt, ich künd ein Geheimnis an“, das eine Wandlung beim Klang der letzten Trompete ankündigt Die Baßarie „Sie schallt, die Posaun“ schildert das Jüngste Gericht als einen Tag der Freude, da die Toten erwachen und zur Unsterblichkeit verklärt werden. Am Ende des Oratoriums steht eine kunstvolle Fuge, die
ebenso wie der Halleluja-Chor und die Trompetenarie in D-Dur komponiert wurde - Händel verwendet diese Tonart, um königliche Größe, einen Sieg oder Triumph auszudrücken. Der Sieg über den Tod ist die zentrale Botschaft des Messias.
Presseberichte
Evensong 2002
Chorkonzert 1999 -


1999 - "So singen wir"

Konzertmitschnitt auf CD

